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Bälger - Ursula Achternkamp

Ursula Achternkamp spielt in ihrem Beitrag „Bälger“ mit den mehrschichtigen Bedeutungsebenen des Wortes „Balg“. Der Balg ist eine Tierhaut mit Fell bzw. bei Vögeln mit Federn, kann aber in der Umgangssprache die Bezeichnung für ein freches verzogenes Kind, also einen ziemlicher Quälgeist sein.

Ein Balg ist aber auch ein Gerät zur Erzeugung von Luftstrom, wie z.B. der Blasebalg, der Luftmatratzen aufbläst ...

All dies wird in ihrer Installation im U-Boot von Aquatopia vereint: Sie kreiert „Sitzbälger“, gefüllt mit Luft und Daunenfedern, die Kinder anstiften zu wassersportlichen Quälgeistern zu werden! Und da sich das Ganze in der U-Boot-Kantine abspielt, hat sich die Künstlerin in der Auswahl ihrer Farben am Gefieder eines exzellenten Fischgerichtkenners (und Meerestauchers) orientiert – des Kormorans.

Ursula Achternkamp

Ursula Achternkamp arbeitet im Bereich inter-, trans- und postdisziplinärer Zugänge zum Leben und zum Shared Space mittels Einbringung von künstlerischen Strategien in architektonische, urbanistische und Alltags-Phänomene. Ihre künstlerischen Arbeiten behandeln Fragen nach Gemeinschaft oder hinterfragen kulturelle Kodierungen.

>> Internetseite

 

folgt in kurze...

Barbara Raic

Kroatien/Österreich; Agrarwissenschafterin und Künstlerin. In ihren metaphorisch geschaffenen Zyklen agiert sie an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft, Philosophie und Kunst, indem sie intermedialen Dialoge anregt. Sie belebt die autopoetischen Potentialitäten der unbestimmten Klang- und optischen Szenerien, die sich im Verlaufe ihrer lang andauernden künstlerischen Experimente in Prozessen entwickeln und bringt sie in den Diskurs der künstlerischen Gleichzeitigkeit und der rezeptionsästhetischen Nachzeitigkeit.

milieu aqueux - Barbara Raic

[Linien im Wasser ziehen]

Eine Linie im Wasser ziehen ist ein prozess-plastisches Tun, in dem die mediale Interaktion zwischen dem Umfassenden (Wasser) und dem Umfassten (U-Boot) von der Künstlerin Barbara Raič profluent in einen ästhetischen Diskurs gebracht wird.

Solange die „Atemluft“ ausreicht, ist ein U-Boot unter  Wasser. Die Zufuhr des Sauerstoffes und die Zeit des Ausatmens sind die „trockenen Pausen“ auf seinem feuchten Weg. Diese Pausen sind keine Lücken, sie sind ein wiederholender Erneuerungsvorgang in dem zwei Ur-Stoffe, die Feuchtigkeit und die Wärme, zusammentreffen. Während die Feuchtigkeit [in der Einatmen-Pause] trocknet (Heraklit), ergibt sich im Inneren des U-Bootes die Möglichkeit eines kreativen Eingriffes, der in der Perzeption der Künstlerin Barbara Raič, des Naturwissenschaftlers Prof. Christian Sturmbauer und des Kunstphilosophen Božo Raič als feuchtes Milieu [milieu aqueux] wahrgenommen wird. Die ästhetische Sicht in dieser Plastik-Prozess-Konzeption ist kontextuell. Die pikturale Denotation der Wasserlinie und die malerischen Spuren der „schreibenden“ Fische werden mit den epistemischen Prozessen der Naturwissenschaft kontextuiert.

 

Božo Raič

 

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